Dienstag, 18. November 2014
Novembersalate
Heute ist wieder einmal vernünftiger Dienstag und ich benutze mein neu gekauftes Einmachglas zu Testzwecken für einen "Mason Jar Salad". Denn dass man Grünzeug im Weckglas so nennt, habe ich erst neulich hier gelernt. Putzig aussehen tut's. Ich frage mich allerdings, wie viele Gläser bei dem Versuch, hippe Nahrung mit ins Büro zu schleppen, bereits auf den Fliesen des Office-Eingangsbereichs zerschellt sind...
Zur Füllung des Glaserls:
1/2 Kopf Treviso
1 Stück Endivie
2 braune Champignons in dünnen Scheiben
6 gelbe Cocktailtomaten
1/2 rote Tomate
1 Stück Parmesan in kleinen Würfeln
1/2-1 EL gehackte Rosinen
1/2-1 EL gehackte Kapern
glatte Petersilie oder Basilikum
Dressing:
Salz
Pfeffer
Saft von 1/4 Zitrone
1 guter TL körniger Senf (moutarde à l'ancienne)
Rotweinessig
Olivenöl
Einschichten. Dressing drüber. Schütteln. Tadaaaa:
Endivie kann man übrigens auch sehr schön in folgendem von Tim Mälzer inspirierten Salat für 4 Personen unterbringen:
Zutaten:
2 Birnen
1/2 Kopf Endivie
1/2 rote Zwiebel
1 Packung Bacon
1 Stück Gorgonzola cremoso
1 Handvoll Walnusskerne
Dressing:
Salz
Pfeffer
Rotweinessig
Senf
Sonnenblumenöl
Honig
Zubereitung:
Salat waschen, putzen und in mundgerechte Stücke rupfen, Birne achteln, schälen, entkernen, Zwiebel in Ringe schneiden, Gorgonzola würfeln.
Dressing vorbereiten, Salat in eine Schüssel geben und mit Dressing vermischen.
In einer Pfanne mit etwas Öl Zwiebeln und Birnen anbraten.
In einer weiteren Pfanne Bacon braten.
Salat auf Tellern anrichten, mit Zwiebelringen, Birne, gegrilltem Bacon und Gorgonzolawürfeln garnieren . Mit grob zerbröselten/gehackten Walnusskernen bestreuen.
Sonntag, 16. November 2014
Jippieh: Jakobsmuscheln im Lauchbett mit Orangensauce
Nun also der zweite Annäherungsversuch an die Saint Jacques: Diesmal zum Glück ein gelungener. Das Lauchgemüse war schmelzend zart und harmonierte perfekt zu den Jakobsmuscheln, die ich um ein gewürfeltes Lachspavé ergänzt habe. Die Orangensauce schmeckt komplett eingekocht fast wie Orangenmarmelade, wobei die Zesten fast etwas zu stark dominieren. Beim nächsten Mal würde ich weniger davon nehmen und die Sauce am Ende vielleicht mit einem Stück Butter aufmontieren.
1. Lauchstange waschen, putzen, vierteln und in kleine Stücke schneiden. Schalotte fein hacken.
2. Lauch in Butter bei mittlerer Hitze 20 Minuten schmurgeln lassen.Salzen.
3. Reis kochen und warm halten.
4. Orangenhaut mit einer Reibe abreiben und Orange anschließend auspressen. Saft und Zesten zusammen mit Schalotte, Weißwein und Gemüsebrühe aufkochen und einreduzieren lassen.
5. Olivenöl in eine heiße Pfanne geben und Jakobsmuschel und Lachswürfel darin je 2 Minuten pro Seite scharf anbraten, salzen und pfeffern. Einige Minuten nachziehen lassen, in dieser Zeit anrichten.
6. Lauchgemüse in drei Nocken auf dem Teller anrichten, Reis in einer Verrine servieren, Jakobsmuscheln auf das Lauchgemüse setzen und mit Orangensauce beträufeln. Lachswürfel dazugeben.
Als Beilage gabs Reis und Wein haben wir diesen hier getrunken - passte ganz gut.
Und hier nochmals das Rezept (für 2 Personen):
6 Jakobsmuscheln
1 Lachspavé/Filet
1 Bio-Orange
1 Stange Lauch
1 Schalotte
1 Glas Weißwein
2 EL Butter
Saure Sahne oder Crème fraîche
Gemüsebrühe oder Hühnerfond
Olivenöl
Salz
Pfeffer
2. Lauch in Butter bei mittlerer Hitze 20 Minuten schmurgeln lassen.Salzen.
3. Reis kochen und warm halten.
4. Orangenhaut mit einer Reibe abreiben und Orange anschließend auspressen. Saft und Zesten zusammen mit Schalotte, Weißwein und Gemüsebrühe aufkochen und einreduzieren lassen.
5. Olivenöl in eine heiße Pfanne geben und Jakobsmuschel und Lachswürfel darin je 2 Minuten pro Seite scharf anbraten, salzen und pfeffern. Einige Minuten nachziehen lassen, in dieser Zeit anrichten.
6. Lauchgemüse in drei Nocken auf dem Teller anrichten, Reis in einer Verrine servieren, Jakobsmuscheln auf das Lauchgemüse setzen und mit Orangensauce beträufeln. Lachswürfel dazugeben.
Samstag, 15. November 2014
Lasagne, Salsiccia, Artischocke, Pilze
Was macht den Geschmack einer guten Lasagne aus? Auf jeden Fall das Vorhandensein einer gut gewürzten, mit hausgemachter Hühnerbrühe zubereiteten Béchamelsauce. Dazu muss eine eiweißhaltige Komponente treten, gepaart mit einer gewissen Säure. Eine Lasagne darf auf keinen Fall trocken, sondern muss vielmehr cremig, weich, mild und würzig sein. Sie sollte dennoch weder fettig noch pappig noch fad schmecken. Ein weiteres Problem ist, dass Lasagne wenig ästhetisch ausschaut und man beim Servieren dringlichst den Eindruck vemeiden muss, man klatsche eine Handvoll Erbrochenes auf den Teller des Bekochten. Diesem Problem versuche ich beizukommen, indem ich die Lasagne erst einmal gute 5 Minuten ruhen lasse, nachdem ich sie aus dem Ofen genommen habe. Das gibt Käse und Béchamelsauce die Chance, etwas fester zu werden und das geschnittene Quadrat beisammen zu halten. Geschmacklich finde ich an folgendem Rezept reizvoll, dass kein Hackfleisch verwendet wird, sondern Salsiccia oder - eigentlich noch besser - grobe Bratwurst, die selbst nach Gusto mit Chili und Fenchelsamen aromatisiert werden kann.
Das Rezept entstammt diesem Uralt-Kochbuch, das ich zu Unizeiten auf Ebay ersteigert habe. In jener Zeit (hüstel) hatte ich ein Faible für Patricia Cornwell-Krimis und mochte besonders an der Protagonsitin Kay Scarpetta, das diese nach ausgiebiger Leichenfledderei am Abend mit einem guten Roten beim Kochen relaxte. Neu war für mich der italo-amerikanische Ansatz, dem die Rezepte meist unterliegen. Dumm an dem Buch ist die fehlende Bebilderung/Illustrierung und die etwas redundante Art der Rezeptpräsentation - zunächst wird ein Romanauszug präsentiert, danach folgt nochmals eine völlig unnötige Erklärung der Textstelle und dann erst erfährt man das Rezept, das auch eher umständlich beschrieben ist. ABER - und jetzt kommt's - die nachgekochten Gerichte
waren bislang allesamt Volltreffer. Ob es nun "Steaks à la New York", "Chili mit Bier nach Miami-Art", Roses Gemüsesuppe mit italienischen Kräutern" oder eben nun besagte Lasagne ist - diese Buch ist eine Fundgrube für überraschende Gerichte.
Das Rezept entstammt diesem Uralt-Kochbuch, das ich zu Unizeiten auf Ebay ersteigert habe. In jener Zeit (hüstel) hatte ich ein Faible für Patricia Cornwell-Krimis und mochte besonders an der Protagonsitin Kay Scarpetta, das diese nach ausgiebiger Leichenfledderei am Abend mit einem guten Roten beim Kochen relaxte. Neu war für mich der italo-amerikanische Ansatz, dem die Rezepte meist unterliegen. Dumm an dem Buch ist die fehlende Bebilderung/Illustrierung und die etwas redundante Art der Rezeptpräsentation - zunächst wird ein Romanauszug präsentiert, danach folgt nochmals eine völlig unnötige Erklärung der Textstelle und dann erst erfährt man das Rezept, das auch eher umständlich beschrieben ist. ABER - und jetzt kommt's - die nachgekochten Gerichte
waren bislang allesamt Volltreffer. Ob es nun "Steaks à la New York", "Chili mit Bier nach Miami-Art", Roses Gemüsesuppe mit italienischen Kräutern" oder eben nun besagte Lasagne ist - diese Buch ist eine Fundgrube für überraschende Gerichte.
12 Lasagneblätter
500 g Salsiccia oder grobes Bratwurstbrät
250 g braune Champignons
1 Gemüsezwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Dose Artischockenböden
1 Glas gegrillte Paprika
500 g Büffelmozzarella
250 g Parmesankäse
Basilikum
Petersilie
Salz
Pfeffer
evtl. Fenchelsamen
evtl. Chilischote oder Chiliflocken
evtl. Chilischote oder Chiliflocken
Olivenöl
für die Béchamelsauce:
100 g Butter
100 g Mehl
400 ml Milch
250 ml Hühnerbrühe
Salz
Pfeffer
Muskat
1. Béchamelsauce herstellen.
2. Pilze in Scheiben schneiden, Zwiebel würfeln, Knoblauch durchpressen,
Paprika in Streifen schneiden, Artischocken in Stücke schneiden.
Petersilie und Basilikum hacken.
3. Ofen auf 180° vorheizen.
4. Salsiccia in eine große Pfanne bröckeln und bei mittlerer Hitze ca. 10
Minuten anbraten. Aus der Pfanne nehmen und Fett mit Küchenrolle
abtupfen.
5. Pfanne ausreiben und Olivenöl darin erhitzen.
6. Pilze, Zwiebeln und Knoblauch darin 5 Minuten anbraten..
7. Salsiccia, Paprika, Artischocken und und Basilikum hinzufügen. Salzen,
pfeffern.
8. Boden einer Auflaufform mit Béchamelsauce bedecken.
9. Lasagneblätter einschichten, dann Wurst-Gemüsemischung, dann
etwas zerbröckelten Mozzarella, geriebenen Parmesan und Petersilie.
Dann wieder etwas Béchamelsauce, Nudeln, Wurst-Gemüse-Mischung.
10. Die restliche Béchamelsauce über der Lasagne verteilen und mit dem
Rest Mozzarella und Parmesan belegen.
11. Lasagne ca. 50 Minuten backen und vor dem Servieren und
Aufschneiden zugedeckt 5 Minuten ruhen lassen.
Donnerstag, 13. November 2014
Tomatensalat mit Palmherzen,Thunfisch und Ei
Das perfekte Mittagessen bei überschaubar gefülltem Kühlschrank: eine Dose Palmherzen und eine Büchse "Thon blanc au naturel" peppen die schnöde Kombi aus Tomaten und hartgekochten Eiern auf und es entsteht ein herrlich altmodischer Salat, den man auch als Vorspeisenplatte reichen kann.
2 Tomaten
2 hartgekochte Eier
1 Dose hochwertigen weißen Thunfisch
1 Dose/1 Glas Palmherzen
etwas Schnittlauch oder Estragon
Salz
Pfeffer
Senf
Balsamicoessig
Olivenöl
Naturjoghurt
Tomaten achteln, Palmherzen und Eier in Scheiben schneiden. Auf einem großen Teller anrichten und mit Thunfischstücken garnieren. Dressing aus Salz, Pfeffer, Senf, Essig, Öl und Joghurt anrühren und Salat damit beträufeln. Mit frischen Kräutern bestreuen.
Dienstag, 11. November 2014
Was LECKERES mit Rosenkohl?
Der Mann behauptet ja, es handele sich hierbei um eine contradictio in adjecto - oder wie dat Ding heißt..So nutze ich seine temporäre Abwesenheit, um mir heimlich was aus den grünen Bällchen zu kochen: fleischlos, gesund und somit genau das Richtige für einen vernünftigen Dienstagabend.
Inspiriert wurde ich von diesem Rezept hier, die Zwänge des Vorrats/Kühlschrankes haben aber deutliche Abweichungen notwenig gemacht.
Ich habe einen Kochbeutel Ebly mit zwei Handvoll geputztem Rosenkohl ca. 10 Minuten in gesalzenem und gezuckertem Wasser (je 1 guter TL) gekocht, abgeschüttet, den Rosenkohl halbiert und beides in einer Schüssel mit einem Dressing aus Salz,Pfeffer, Limettensaft, dunklem Balsamico, etwas Honig und Olivenöl vermischt. Anschließend habe ich wieder sinnvolles Käseresterentsorgen betrieben und das Stück Ziegenkäse mit Ascherinde in kleinen Stücken druntergeschnippelt. Zusätzlich wurde das Ganze noch mit der restlichen Knabbernussmischung vom Wochenende bestreut. Frische Kräuter oder feingehackte Lauchzwiebeln hätten dem Salat sicherlich noch den letzten Pfiff gegeben, aber ich hab vor lauter Hunger vergessen, dass sich noch Schnittlauch im Kühlschrank befindet. So war es denn eine sättigende Veranstaltung, die ich im Notenbereich von (voll) gut ansiedeln würde...
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