Posts mit dem Label Pasta werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pasta werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 7. November 2015

Gnocchi mit Pilzen




Zutaten:
 100 g Mehl
50 g Parmesan
50 g Manchego
250 g Ricotta
2 Eier
6 braune Champignons
4 Zweige glatte Petersilie
1 Zehe Knoblauch
1 kleine Schalotte
1 El Butter 
3 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
1. Ricotta mit geriebenem Käse, Eiern, Mehl und 1TL Salz vermengen. Kalt stellen.
2. Knoblauch, Petersilie und Zwiebel fein hacken,  Pilze in Scheiben schneiden.
3. Großen Topf mit Salzwasser und 2 EL Olivenöl aufsetzen und zum Kochen bringen.
4. Teelöffelgroße Menge Teig abstechen und zu einer Kugel rollen. Mit der Gabel etwas plattdrücken. Kompletten Teig auf diese Weise verarbeiten und Gnocchi in das kochende Wasser geben.
5. Zwiebel, Knoblauch und Pilze in 1 EL Olivenöl anbraten, salzen, pfeffern.
6. Butter und Petersilie hinzufügen.
7. Gnocchi mit einem Schöpflöffel abschöpfen, sobald sie an die Oberfläche gestiegen sind.
8. Mit Pilzen servieren.

Freitag, 27. März 2015

Calamarata - Pasta & Meer


Lasst uns in Urlaubserinnerungen schwelgen:
Letzte Ostern in Cassis sind wir bei einem Italiener gelandet, dessen Auswahl fast unseren Familienfrieden belastet hätte. Um touristisch frühe neunzehn Uhr war das Lokal noch gähnend leer, aber Kind hatte Hunger und erfahrungsgemäß muss man da ja recht zügig reagieren, wenn man sich nicht öffentlich blamieren will. Zu allem Unglück hat man uns auch dann noch recht unfreundlich begrüßt und an einem Katzentischlein am Fenster geparkt. Der Mann ist wenig berauscht und bestellt aus Protest das teuerste Nudelgericht auf der dürftig beschriebenen Karte: "Pasta del mar" stand da in krakeliger Schrift und dahinter eine kleine, aber saftige 30! Ich war mir sicher - und hinterher hat er es ja auch zugegeben -dass er das nur bestellt hat, um sich in seinem Urteil, dass es sich bei meiner Restaurantwahl um einen absoluten Saftladen handelt, bestätigen zu lassen. Und um gelegentlich genüsslich erzählen zu können, dass er dreißig Tacken für ein paar lächerliche Shrimps-Spaghetti hinblättern musste und dass man das davon habe, wenn Madame in Südfrankreich zu einem Italiener gehen müsse.

Höhö - und dann ereignete sich Folgendes: Um zehn nach sieben füllte sich das Restaurant kontinuierlich mit sympathischen Einheimischen, Familien, Freunden, Paaren, die alle reserviert hatten. Und da wir ja in bester Lage am Fenster saßen, konnten wir die im Minutentakt andackelnden Touristenpaare milde belächeln, die versuchten, noch einen Platz zu ergattern.
Und dann kam die Pasta: in einer kleinen gusseisernen Pfanne, mit bestem fangfrischen Fisch und üppig Meeresfrüchten in einem Sud mit Knoblauch, Kirschtomaten, Kräutern und handmade Pasta, die an in Stücke geschnittene Cannelloni erinnerte. Es schmeckte so gut, dass Mann seine Vorurteile widerstrebend über Bord werfen musste.


Und wir seitdem diese Urlaubsentdeckung schon zum dritten Mal nachgekocht haben. Wenn man beim Fischhändler durch ist, weiß man auch, dass der Preis durchaus nicht unberechtigt war.
Durch die Variationen beim Nachkochen und den zeitlichen Abstand habe ich eigentlich keine Ahnung, wie nahe "unsere" Pasta del Mar noch am ursprünglichen Gericht dran ist.
Aber ich bin nach wie vor Fan.

Nudelmäßig habe ich hierzulande bislang nur eine Sorte entdeckt, die ungefähr hinkommt. Sie heißt "Calamarata" und passt  - nomen est omen - natürlich perfekt zu Tintenfischringen in der Sauce.



Die Zubereitung ist einfach und aufwändig zugleich.

Man nehme für 2 Personen:

2 großkalibrige Crevettes
1 mittelgroße Tintenfischtube
300 Gramm festes Fischfilet (z.B. Lotte)
20 Palourdes (zur Not Venusmuscheln)
500 Gramm Kirschtomaten
1 Handvoll glatte Petersilie
1/2 Zitrone
1-2 Knoblauchzehen
1 Glas Weißwein
Salz
Pfeffer
1 Chilischote oder Piment Antillais
Olivenöl
300 Gramm Calamarata



Zubereitung:
 1. Petersilie und Chilischote fein hacken, Knoblauch halbieren, mit Salz bestreuen und mit einer Gabel zerdrücken, bis ein feines Mus entsteht. Kirschtomaten halbieren, alles beiseite stellen. Nudelwasser aufsetzen.
2. In einer Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen und Knoblauch darin sanft golden anbraten. Muscheln kurz mit kaltem Wasser abbrausen und in die Pfanne geben. 1 Glas Weißwein und Petersilie hinzufügen, Deckel schließen und warten, bis die Muscheln sich geöffnet haben. Ungeöffnete Muscheln entfernen. Muschelschalen der übrigen Muscheln entfernen. Pfanne mit Muschelfleisch und Sud warm halten.
3. Nudeln ins sprudelnd kochende Wasser geben und ca 13 Minuten al dente kochen.
3. Tintenfischtube in feine Ringe schneiden und mit den Kirschtomaten zum Muschelsud geben. Sanft köcheln lassen.Tiefe Pastateller bei 60-80 Grad im Backofen vorheizen.
4. 2 EL Olivenöl in einer weiteren kleinen Pfanne erhitzen und Fischfilet darin rundherum ca. 5-8 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. salzen, pfeffern und mit 2-3 EL Zitronensaft begießen.
5. Crevettes in die Muschel-Tintenfisch-Tomaten-Pfanne geben und 2-3 Minuten mitgaren, dann herausnehmen.
6. Nudeln abgießen und in der Pfanne schwenken. Evtl mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Olivenöl und etwas Zitronensaft nachwürzen.In vorgeheizte Teller geben, Riesengarnele und Fischfilet daraufgeben und mit frsicher Chilischote bestreuen. 

Dazu passt für mein Empfinden ein sizilianischer Rotwein ebenso wie ein weißer Chablis oder ein guter Rosé aus der Provence.



Samstag, 15. November 2014

Lasagne, Salsiccia, Artischocke, Pilze


Was macht den Geschmack einer guten Lasagne aus? Auf jeden Fall das Vorhandensein einer gut gewürzten, mit hausgemachter Hühnerbrühe zubereiteten Béchamelsauce. Dazu muss eine eiweißhaltige Komponente treten, gepaart mit einer gewissen Säure. Eine Lasagne darf auf keinen Fall trocken, sondern muss vielmehr cremig, weich, mild und würzig sein. Sie sollte dennoch weder fettig noch pappig noch fad schmecken. Ein weiteres Problem ist, dass Lasagne wenig ästhetisch ausschaut und man beim Servieren dringlichst den Eindruck vemeiden muss, man klatsche eine Handvoll Erbrochenes auf den Teller des Bekochten. Diesem Problem versuche ich beizukommen, indem ich die Lasagne erst einmal gute 5 Minuten ruhen lasse, nachdem ich sie aus dem Ofen genommen habe. Das gibt Käse und Béchamelsauce die Chance, etwas fester zu werden und das geschnittene Quadrat beisammen zu halten. Geschmacklich finde ich an folgendem Rezept reizvoll, dass kein Hackfleisch verwendet wird, sondern Salsiccia oder - eigentlich noch besser - grobe Bratwurst, die selbst nach Gusto mit Chili und Fenchelsamen aromatisiert werden kann.

Das Rezept entstammt diesem  Uralt-Kochbuch, das ich zu Unizeiten auf Ebay ersteigert habe. In jener Zeit (hüstel) hatte ich ein Faible für Patricia Cornwell-Krimis und mochte besonders an der Protagonsitin Kay Scarpetta, das diese nach ausgiebiger Leichenfledderei am Abend mit einem guten Roten beim Kochen relaxte. Neu war für mich der italo-amerikanische Ansatz, dem die Rezepte meist unterliegen. Dumm an dem Buch ist die fehlende Bebilderung/Illustrierung und die etwas redundante Art der Rezeptpräsentation - zunächst wird ein Romanauszug präsentiert, danach folgt nochmals eine völlig unnötige Erklärung der Textstelle und dann erst erfährt man das Rezept, das auch eher umständlich beschrieben ist. ABER - und jetzt kommt's - die nachgekochten Gerichte
waren bislang allesamt Volltreffer. Ob es nun "Steaks à la New York", "Chili mit Bier nach Miami-Art", Roses Gemüsesuppe mit italienischen Kräutern" oder eben nun besagte Lasagne ist - diese Buch ist eine Fundgrube für überraschende Gerichte.



12 Lasagneblätter
500 g Salsiccia oder grobes Bratwurstbrät
250 g braune Champignons
1 Gemüsezwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Dose Artischockenböden
1 Glas gegrillte Paprika
500 g Büffelmozzarella
250 g Parmesankäse
Basilikum
Petersilie
Salz
Pfeffer
evtl. Fenchelsamen
evtl. Chilischote oder Chiliflocken
Olivenöl

für die Béchamelsauce:

100 g Butter
100 g Mehl
400 ml Milch
250 ml Hühnerbrühe
Salz
Pfeffer
Muskat



1. Béchamelsauce herstellen.
2. Pilze in Scheiben schneiden, Zwiebel würfeln, Knoblauch durchpressen,
Paprika in Streifen schneiden, Artischocken in Stücke schneiden.
Petersilie und Basilikum hacken.
3. Ofen auf 180° vorheizen.
4. Salsiccia in eine große Pfanne bröckeln und bei mittlerer Hitze ca. 10
Minuten anbraten. Aus der Pfanne nehmen und Fett mit Küchenrolle
abtupfen.
5. Pfanne ausreiben und Olivenöl darin erhitzen.
6. Pilze, Zwiebeln und Knoblauch darin 5 Minuten anbraten..
7. Salsiccia, Paprika, Artischocken und und Basilikum hinzufügen. Salzen,
pfeffern.
8. Boden einer Auflaufform mit Béchamelsauce bedecken.
9. Lasagneblätter einschichten, dann Wurst-Gemüsemischung, dann
etwas zerbröckelten Mozzarella, geriebenen Parmesan und Petersilie.
Dann wieder etwas Béchamelsauce, Nudeln, Wurst-Gemüse-Mischung.
10. Die restliche Béchamelsauce über der Lasagne verteilen und mit dem
Rest Mozzarella und Parmesan belegen.
11. Lasagne ca. 50 Minuten backen und vor dem Servieren und
Aufschneiden zugedeckt 5 Minuten ruhen lassen.